Gemeindeversammlung unterstützt Aufgabe des Lazarushauses

Auf der mit rund 80 Teilnehmenden gut besuchten Gemeindeversammlung am 9. November 2025 in der Offenbarungskirche erstattete der scheidende Vorsitzende des Bevollmächtigtenausschusses Ralf Fischer letztmals den Bericht der Gemeindeleitung. Er hob die aus seiner Sicht gelungene Fusion hervor, berichtete aber auch von den durch lange Krankheiten und weitere Ausfallzeiten der Pfarrpersonen bewirkten Problemen, die jedoch durch den Einsatz der anderen hauptamtlichen Mitarbeitenden und von Ehrenamtler:innen beherrschbar gewesen seien. Erfreut zeigte er sich über die aktuelle Unterstützung durch Superintendent i.R. Wolfgang Loos und den bevorstehenden Beginn des Entsendungsdienstes von Pfarrerin Dr. Nora Schmidt. Mit Bedauern musste er hingegen von einem Wechsel von Pfarrer Malte Stets in die Nordkirche berichten, der eine Neubesetzung seiner Stelle im nächsten Jahr erforderlich machen wird.

Im Anschluss an den allgemeinen Bericht stellte Ralf Fischer die Gründe dar, die den Bevollmächtigtenausschuss dazu veranlasst haben, die Aufgabe des Lazarushauses und die Vergabe des Grundstücks in Erbpacht zu erwägen. Er wies auf den von der Gemeinde nicht mehr zu stemmenden Investitionsbedarf in die Bausubstanz des Hauses und darauf hin, dass ohne zusätzliche Einnahmen der Haushalt der Gemeinde zunehmend ins Minus rutschen werde. In der Diskussion setzte sich einer der Teilnehmenden vehement für das Lazarushaus ein und forderte ein intensiveres Nachdenken über Alternativen während eines 5-jährigen Veränderungsmoratoriums. Jedoch fand er mit seiner Position keine Unterstützung. Mehrere Rednerinnen und Redner – fast ausschließlich aus dem Bereich der früheren Gemeinde St. Markus – brachten zwar ihr Bedauern über die Entscheidung und ihre emotionale Bindung an das Lazarushaus zum Ausdruck, stimmten der Entscheidung der Gemeindeleitung aber aus Vernunftgründen dennoch zu. Angela Müller, die frühere Vorsitzende des Gemeindebeirats von St. Markus, erinnerte daran, dass die Gemeinde St. Markus viel versucht hatte, um das Lazarushaus als Standort zu beleben, dies aber leider nicht funktioniert habe. Auch sie unterstützte daher die Entscheidung, den Standort aufzugeben.

Danach stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten für die GKR-Wahl der Gemeinde vor.

Ansicht des Lazarushauses an der Marchlewskistraße 40.

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